Ist die Zahlungsbereitschaft für die ersten Güter nicht höher?

Dann ist die Konsumentenrente doch größer Null!?

FAQ zu Konsumentenrente und Produzentenrente: Welche Bedeutung haben die Flächen?

Die Zahlungsbereitschaft für die ersten Güter ist tatsächlich größer – solange nicht bereits mehr Güter gekauft worden sind.

Die Nachfragekurve wird ermittelt, indem ein gegebenen Budget zugrundegelegt wird. Außerdem sind die Preise von anderen Gütern bekannt. Unter diesen Bedingungen gibt die Nachfragekurve an, wieviel ich maximal für verschiedene Mengen eines Gutes G zu zahlen bereit bin. Dabei wird der Stückpreis, den ich zu zahlen bereit bin, für kleinere Mengen größer sein als für große. Wenn ich jetzt aber eine größere Menge kaufe, dann habe ich ja diese Menge des Gutes zusätzlich zur Verfügung und ich habe einen Teil meines Budgets ausgegeben. Dann ist die Nachfragekurve aber nicht mehr aktuell, denn die Ausgangsbedingungen ihrer Ableitung haben sich verändert. Folglich sind die Zahlungsbereitschaften, die die alte Nachfragekurve angibt nicht mehr aktuell.

 

Es gibt noch einen zweiten Weg, um zu sehen, dass das mit der Fläche unter der Nachfragekurve nicht zu der Definition der Konsumentenrente passt. Nehmen wir an, ich habe ein Budget von 100€ und ich will alles für das Gut G ausgeben. Meine Nachfragekurve lautet also: 100€ für 1G, 50€/G für 2 G, 33,33€/G für 3 G, 25€/G für 4G, usw.
Sagen wir der Marktpreis für G beträgt 33,33€. Ich kaufe 3 G und mein Portmonaie ist leer. Konsumentenrente Null. Die Fläche unter der Nachfragekurve beträgt aber zu dem Preis von 33,33€: (100-33,33)€ + (50-33,33)€ = 77,77€ + 17,77€ = 85,54€. Das heißt ich habe mein ganzes Budget ausgegeben, aber die Konsumentenrente soll 85,54 sein? Nach der Definition müsste ich dann ja bereit gewesen sein 185,54 € zu zahlen, obwohl ich nur 100€ hatte. Das gibt keinen Sinn.
 
 

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