Wie wird die Bevölkerung in den Modellen dargestellt?

Teil IV: Vergleich von Neoklassik, der keynesianischen Einkommen-Ausgabenmodell-Familie und dem EEWCO-Modell mit einfachem Geld.

Das Thema Bevölkerungsdarstellung ist wirtschaftspolitisch zum einen interessant, weil die Frage „Wie das Rentensystem ausgestalten?“ daran anknüpft. Auch die Disukssion von Vermögenskonzentrationsfragen verlangt nach einer differenzierten Darstellung der Bevölkerung.

Die Bevölkerung im neoklassischen Modell

Es wird ein repräsentativer Haushalt betrachtet, der sich bis auf die Größenordnung so verhält wie das Haushaltsaggregat.

Im Laufe des Studiums bin ich außerhalb des Lehrplans noch auf Modelle gestoßen, die die Bevölkerung in 2 Altersstufen darstellt: Jung und Alt. Dann werden 2 Zeitpunkte betrachtet und das Modell dann ausgewertet. Eine darüberhinausgehende Differenzierung scheint schwierig zu sein. Auch beim CAPM-Modell – einem Modell zur Bewertung von Finanzaktiva – ist lange Zeit nur mit 2 Perioden gerechnet worden.

Die Bevölkerung im keynesianischen Modell

Felderer/Homburg machen zur Modellierung der Bevölkerung keine expliziten Aussagen. Die privaten Haushalten des Modells werden üblicherweise entweder als repräsentativer Akteur interpretiert oder als Aggregat der Haushalte. Im Zuammenhang mit dem keynesianischen Modell habe ich als weitere Ausdifferenzierung während meines Studiums nur 1 Modell kennengelernt: Darin werden 2 Haushalte dargestellt, die eine unterschiedliche hohe Sparquote haben.

Die Bevölkerung im EEWCO-Modell

Im EEWCO-Modell habe ich die Bevölkerung bisher aus 80 Individuen dargestellt, mit einer gleichmäßigen Altersstruktur und einem Höchstalter von 960 Monaten.

eewco_bevoelkerung_abb_1
eewco_bevoelkerung_abb_2

Aus der Art der Modellierung ergibt sich, dass andere Ausgestaltungen der Bevölkerung möglich sind: Stochastische Lebensdauern etwa oder zu- oder abnehmende Bevölkerungen sind konzeptionell gut darstellbar. Allenfalls die Bevölkerungsgröße macht Ressourcenprobleme: Die Rechenzeit steigt bei größerer Individuenzahl deutlich an. Diese Beschränkung lässt sich mit Zugang zu stärkeren Rechnern deutlich lockern.

 

Links

Teil I der Vergleichsreihe.
Mit Quellenangaben und weiterführenden Links.
 
 

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