Organisationsformen: Schipselsammlung

Modell lebensfähiger Systeme von St. Beer

Jede handelnde Einheit wird so eingerichtet, dass die normative, die strategische und die drei operativen Managementfunktionen systematisch ausgefüllt werden. Die jeweils weitergegebene Information wird so reduziert oder angereichert, dass die empfangende Einheit sie interpretieren und bewältigen kann. (Siehe Modellierung von Unternehmen in strategisch interdependetem Umfeld)

Das Syntegrationsverfahren

Ein Verfahren, das die Weitergabe von Informationen und Abstimmungen für etwa 14-40 Menschen optimiert. Einen Einsatz dieses Verfahrens könnte ich mir zum Beispiel auf Konferen zen oder Tagungen vorstellen.

Inspirationen aus der Bionik

In seinen im Internet zugänglichen Äußerungen betont F. Malik (z.B. 1, 2) immer wieder, wie nützlich es sein kann, die Struktur der Informations- resp. Reizverarbeitung natürlicher Organismen zu verstehen und die Prinzipien zu nutzen. Da er in den mir bekannten Interviews, abgesehen von den Verweisen auf St. Beer, nicht
konkreter wird, habe ich angefangen, selbst Beispiele zu suchen. Da ich mich ein wenig mit dem Gärtnern und dem Permakulturansatz beschäftige, habe ich versucht, den Kreislauf der Vegetation von Humus–Pflanzen–Blätter–Früchte–Humus als Inspirationsquelle zu verwenden. Nun ist an dieser Stelle für eine ausführliche Studie nicht der Platz, es lassen sich jedoch schon einige Kandidaten für anwendbare Prinzipien vermuten:

Das Humusprinzip: Die Pflanzen nähren sich aus einem gemeinsam zugänglichen Nährmedium. Das Medium entsteht durch Zersetzen alten Pflanzenmaterials. Übertragen könnte das bedeuten, Quellcode und Argumente allgemein verfügbar zu machen und in einer Weise zu präsentieren, dass
Einzelbestandteile verwendet werden können (Bausteine, Module, Schnittstellen, Standards).

Das Pflanzen- oder Organismusprinzip. Eine Pflanze grenzt sich gegenüber der Umwelt ein Stück weit ab. Innerhalb der Pflanze haben verschiedene Zellen unterschiedliche Aufgaben. Übertragen könnte das für die Einrichtung von Forschungsgruppen sprechen, die sich intern koordinieren.

Fruchtprinzip. Die Fortpflanzung geschieht über die Ausbildung von Früchten, die sowohl Nährstoffe als auch Samen enthalten. Einige Früchte dienen dann auch der Vermehrung, andere der Ernährung anderer Lebewesen. Übertragen könnte das für die Veröffentlichung von nutzbaren und abgeschlossenen Forschungsarbeiten sprechen.

Vielfaltsprinzip. Verschiedene Pflanzen gedeihen in unterschiedlichen Verhältnissen. Es gibt Pflanzengemeinschaften, bei denen unterschiedliche Pflanzen andere Regionen des Raums besiedeln, beispielsweise Schattenpflanzen unter einem Baum. Übertragen spricht dies dafür, unterschiedliche Modellreihen entstehen zu lassen. Sie sollten zum Teil aufeinander bezogen sein, und zumindest nach einem Zersetzungsprozess den jeweils anderen Ansätzen als Nahrung dienen können.

Vererbungsprinzip. Die Frage, welche Sorte von Pflanzen an welchen Standorten zu finden ist, hängt zum einen von Boden, Licht und Wind ab. Dann spielt eine Rolle, welche andere Pflanzen und Tiere vorhanden sind. Beides kann durch gärtnerisches Eingreifen gelenkt werden. Übertragen könnte dies bedeuten, dass sich einerseits Modelllinien und Basismodelle selbstständig entwickeln werden. Andererseits lassen sich die Bedingungen, die dafür sorgen, welche und wieviele Modelllinien entstehen, wohl beeinflussen. Diskussionsverfahren, Reputationsvergabe, Stellengestaltung und Stellenvergabe, Verlinkung der Webseiten und ähnliche Faktoren wären hier einer genaueren Betrachtung zu
unterziehen.

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Siehe auch Schlagwort Organisationsformen
 
 

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