Group-Model-Building: Partizipative System Dynamics

Eine interaktive Informationsaufdeckungsmethode

Im Frühjahr 2015 habe ich an dem Group Model Building Workshop der Deutschen Gesellschaft für System Dynamics mit Prof. Dr. Etiënne Rouwette (Nijmegen) in Wiesbaden teilgenommen. Kernelemente sind:

  • Es gibt eine Fragestellung, die eine zeitliche Entwicklung betrifft.
  • Es wird gemeinsam ein qualitatives Modell erstellt, in Form von Kausalschleifendiagrammen.
  • Es werden verstärkenden Rückkopplungen und Beeinflussungsmöglichkeiten identifiziert.
  • Gegebenenfalls wird das Modell quantifiziert.

Der Kommunikationsprozess wird gestützt durch vorbereitende Interviews, die Auswahl der Teilnehmer, so dass viele Aspekte des Themas vertreten sind, Zwischenberichte.

Das Erstaunliche: Das gemeinsame Erarbeiten e i n e s Modells, in einer Sprache bringt oft schon gute Ergebnisse. Es kann weniger aneinander vorbeigeredet werden, die eigenen Gedanken sind klar mit Voraussetzungen und Folgen zu artikulieren und auch Wiederholungen oder ähnliches werden weniger, weil die Aussagen ja schon sichtbar an der Tafel stehen.

Fazit: eine interessante Methode. Vielleicht auch etwas für die gesamtwirtschaftliche Diskussion? Statt Tafel vielleicht ein Simulationsplanspiel?

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