Den institutionellen Rahmen gestalten

Sammlung diverser instutionalisierter Aspekte, die den Wissenschaftsalltag gestalten und die gestaltet werden wollen.

Wie kann ein Wissenschaftler seinen Ruf pflegen?

Zu diesem Thema gibt es sicher eine Menge zu sagen. Gerade Wirtschaftswissenschaftler als Experten der anreizkompatiblen Gestaltung sind hier gefragt. Zum Anteasern ein Gedanke zur Publizitätskultur.

Ranking der Zeitschriften
Das Ranking einer Zeitschrift wird meines Wissens so bestimmt: Es ist abhängig davon, wie oft in anderen Zeitschriften ihre Artikel zitiert werden, gewichtet mit dem Ranking dieser Zeitschriften. Dieses Vorgehen schafft einen Anreiz für die Verleger: Die Artikel werden danach ausgewählt, ob hochgeratete Zeitschriften zitiert werden. Das wiederum schafft einen Anreiz für die Wissenschaftler, viel aus hoch gerankten Zeitschriften zu zitieren.

Im zweiten Schritt stellt sich dann die Frage, welche Bedeutung die Veröffentlichung von Artikeln in hoch gerankten Zeitschriften hat und warum.


Karriere als Wissenschaftler

Studium ist Selbststudium. Ist dafür Zeit? Gibt es die Wahlmöglichkeiten, um selbst mein Themenspektrum abzurunden? Oder geht es nur um Wissensreproduktion. Letztens habe ich gehört, ich weiß nicht mehr von wem, dass in der Industrie mittlerweile davon ausgegangen wird, dass wir in einigen Jahren unsere Innovationskraft relativ zum Ausland verlieren, weil die Studies nur noch nachbeten sollen.

Und weiter als PostStud: Was sind die Karriereaussichten, Bezahlung, wie sieht es aus mit Querein- und Ausstieg. Forschungs- & Lehrbedingungen. Ist auch ein interessantes Thema. Ich bitte um Links.


Finanzierung von Forschung und Lehre
Drittmittel

Drittmittel sollen zu einer stärker nützlich ausgerichteten Forschung führen. Da ist zum einen zu fragen, ob es nicht gerade die Ungewissheit der Grundlagenforschung ist, die nach staatlicher Finanzierung ruft. These I ist also: Drittmittel führen zu einem Rückgang der Grundlagenforschung. Und: Viele Menschen waren oder sind noch käuflich. Es wäre erstaunlich, wenn das nicht auch für eine kleinere oder größere Zahl von Wirtschaftswissenschaftlern gilt. Forschung wird dann auf eine Werbemaßnahme für den Drittmittelgeber reduziert. Das muss nicht so sein. Nur damit dies nicht so ist, müssen entweder die Forschenden oder die Drittmittelgeber in erster Linie von einem Erkenntnisinteresse geleitet sein.

Siehe dazu

Mir ist ja immer unverständlich, wie man an einem solchen Schmuh Gefallen finden kann.

Links zu Drittmitteln

Hochschulwatch der taz

Hochschulräte

Auch hier ist die Besetzung mit Vertretern aus Unternehmen ein zweischneidiges Schwert, solange das Erkenntnisinteresse nicht vorausgetzt werden kann.
Liste der Hochschulräte: Wie Unternehmen an den Unis Einfluss nehmen, Spiegel online, Zugriff 18.02.2015.


Plagiate

Was will mir das Plagiatsthema sagen? Zum einen deutet es darauf hin, dass wissenschaftlichen Titeln in der Gesellschaft eine Rolle beigemessen wird. Sie sind ein Signal für wissenschaftliche Kompetenz oder zumindest für eine erfolgreiche Verankerung im Wissenschaftsbetrieb (auch eine Art Kommunikationskanal). Plagiate sind quasi ein Cheat, mit dem man auf einem höheren Level spielen kann, als wenn die Regeln befolgt worden wären. Das verwässert zum zweiten die Aussagekraft akademischer Titel. Womit wir zum dritten Aspekt kommen: Sind akademische Titel noch zeitgemäß? Oder gibt es nicht aussagekräftigere Indikatoren für die Fachkompetenz?
Eine noch unsortierte Sammlung zum Thema Plagiat in der Wissenschaft und das Geschäft mit Titeln:

Umgang mit Plagiatoren: „Nicht der Mensch wird bloßgestellt, sondern die Schrift“
Interview mit Debora Weber-Wulff in Spiegel online, Zugriff am 17.02.2015.
 
 

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